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Auf dieser Seite werden wir Stück für Stück die medizinischen Hintergründe von Bauchers Ausbildungsmethode beleuchten und Literaturhinweise geben. Bauchers Kernsatz "Balance kommt vor Bewegung" bedeutet neben der bewegungsangepassten Verteilung des Gewichts auch, dass ein Pferd lernen muss, seine Energie so einzusetzen, dass nur die für die jeweilige Bewegung benötigte Energie eingesetzt wird, da sonst das Übermaß an Energie durch Muskeln, Bänder und Sehnen kompensiert werden muss, was schnell zu Verspannungen führen kann, die dem Pferd die Bewegung verleiden. Andere Kernsätze wie "eine Bewegung wird erst langsam durchgeführt, bis sie so sitzt, das man das Tempo langsam erhöhen kann" oder dass man "Muskeln vor der Belastung dehnen muss" sind heute in der modernen Sportmedizin feste und unumstößliche Werte, die interessanterweise in der Pferdeausbildung immer wieder ignoriert werden. Auch Bauchers Grundidee, die Lerneneinheiten in kleine Häppchen aufzuteilen und nicht im 60-Min.-Block ist heute in der Lerntheorie allgemein anerkannt. Besonders wertvoll erscheint uns aber die sogenannte "Equilibration" womit nach Dolto die Ersterlernung einer Bewegung als Referenz für zukünftige Bewegungen gemeint ist. Sprich die Erfahrung des Erlernens einer Bewegung oder einer Handlung speichern sich für lange Zeit im Gehirn als Referenz für zukünftige Bewegungen. Und nun stellen Sie sich mal vor, was das für das Lernverhalten bedeutet, wenn ein Pferd eine Übung mit Überbelastung, Verspannungen und Schmerz für die Zukunft verbindet. Baucher versucht daher, durch das Hervorheben der Balance Verspannungen und die daraus evtl. resultierenden Blockaden möglichst zu vermeiden und eventuell doch noch aufkommende Verspannungen zu lösen, bevor die Bewegung fortgeführt wird. Darüber hinaus soll die muskuläre Entspannung auch zu geistiger Entspannung beim Pferd führen und damit den Boden zum Lernen bereiten (Eine Weiheit, die in Asien bereits seit Tausenden von Jahren etwa in From von Yoga, Qi Gong und Tai Chi und in Europa durch die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen gelebt wird). Ebenso tragen die zweimal täglich wiederholten Reprisen zur Vermeidung von Überbelastung bei und sichern das Erlente ab. Damit erklärt sich Baucher den enormen Lernzuwachs gegenüber herkömmlichen Methoden, die auch für das schnelle Wachstum der Muskeln und die schnelle Festigung von Bändern und Sehnen gelten. Ohne Verspannungen und Mikroverletzungen können sie sich deutlich schneller entwickeln. Was die heutige Tiermedizin nun zu diesen Themen im Einzelnen sagt, wollen wir in den nächsten Monaten beleuchten und freuen uns, dass bereits einige namenhafte pferdemedizinische Fachleute Ihre Unterstützung zugesagt haben. Wenn auch Sie konstruktive Kritik äußern wollen, freuen wir uns auf Ihre Mail an: postmaster(at)baucher(dot)de. Teil1: Da nun Baucher zu Beginn der Ausbildung des Pferdes sehr viel Wert auf die Nachgiebigkeit des Unterkiefers leg , möchten wir uns zunächst diesem Punkt widmen. Um zum Video auf youtube zu gelangen, klicken Sie bitte auf die unten stehende Zeichnung:
Das Kiefergelenk des Pferdes und seine Bedeutung für die Reiterei:Baucher sagt, dass man durch Lösen von Verspannungen im Kiefergelenk durch die neuartigen Zügeleinwirkungen auch Blockaden in anderen Teilen des Körpers lösen kann und dass das Kiefergelenk sozusagen ein Anzeiger für Verspannungen im Pferd ist. In "Kraniosakrale Therapie bei Pferden" lesen wir hierzu auf Seite 91 das Folgende: "Anhaltende Dysbalancen der Körperstruktur verursachen faziale Spannungen, die direkt zu Schmerzen und Dysfunktionen des Kiefergelenkes führen. Umgekehrt können Dysfunktionen des Kauapperates (...) durch faziale und muskuläre Spannungen zu Dysfunktionen in weit vom Kiefer entfernten Körperregionen führen." (Klicken Sie auf das Buch um mehr zu erfahren oder das Buch bei amazon.de zu bestellen.)
Im "Lehrbuch der Strukturellen Osteopathie beim Pferd" finden wir dies auf Seite 196 ff auch bestätigt und erklärt: " Die sechs Beine: Betrachtet man ein Pferd, kann man sich vorstellen, das es einem Gerüst gleicht, das hauptsächlich durch die Wirbelsäule gebildet wird, an der drei Elemente aufgehängt sind: der Kopf, das Becken und der Thorax. An jedem Element sind wiederum die Extremitäten befestigt: die Hinterbeine am am Becken, die vorderbeine am Thorax und der Unterkiefer am Kopf. (...) Diese drei Einheiten scheinen die gleiche Struktur aufzuweisen und können daher ähnliche Läsionen aufweisen, die zueinander in Verbindung stehen können."
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Eine schöne Darstellung des Sachverhaltes und der muskulären Zusamenhänge finden Sie auch in: "Das Phänomen Baucher" auf den Seiten 139 Folgende . Klicken Sie auf das Buch um mehr zu erfahren oder das Buch bei pferdia.de zu bestellen:
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