Baucher: das System des Feinen Reitens
Baucher in der Praxis
Wer war Baucher?

 

Nun, hierzu gibt es bücherweise Dokumentationen. Wir wollen Ihnen im Folgenden einige aktuelle Veröffentlichungen ans Herz legen (klicken Sie zur Bestellung bei Amazon einfach auf die abgebildeten Cover) und beschränken uns auf das aus unserer Sicht Wesentliche:

 

Das Phänomen Francois Baucher: Sein Leben - Seine Lehre - Der Mythos 

 

In diesem Buch geht Dr. Robert Stoduka auf Baucher als Mensch in seiner Zeit ein und setzt seine Reitlehre in Beziehung zur modernen Pferdemedizin.

 

Produkt-Information

Dieses Buch stellt die einzige Übersetzung von Bauchers letzter selbst geschriebener 13. Auflage seines Buches "Methode d'équitation, basée sur de nouvaux principes".  Der Übersetzter Dr. Christian Kristen von Stetten erklärt im Vorwort auch, wie man dieses Buch lesen sollte und die Hintergründe zum besseren Verstehen.

 

Schulpferd und Gebrauchspferd: Die beiden Ausbildungslehren von Francois Baucher, nach seinen allerletzten Anweisungen 

Als Schüler Bauchers, der auch noch die "Zweite Manier" kennengelernt hatte, versucht de Kerbrecht Bauchers Lehre zu präzisierenAuch dieses Buch wurde von  Dr. Christian Kristen von Stetten  übersetzt.

 

 

François Baucher: Enfant terrible oder Genie? Neu und umfassend erklärt 

Jean Claude Racinet versucht in unserer Zeit noch einmal, den missverstandenen Baucher und seine Lehre zu erklären und die Genialität seines Systems herauszustellen. Mit diesem Buch begann dann auch Bauchers Neustart in Deutschland und Europa. 

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Was sie zu Baucher in Kürze wissen sollten ist folgendes:


Baucher lebte Anfang des 19. Jahrhunderts in einer Zeit, da das Reiten und die Reitausbildung einen besonderen Stellenwert im Militär hatte. So suchte auch Baucher stets nach einem Weg, Pferde gut und schnell für den Einsatz in der Kavallerie auszubilden. Neben einigen Grundsätzen, die in seiner Lehre auch später noch bestand haben sollten, setzte Baucher zu Beginn seiner Karriere zuweilen auf recht bizarre Mittel, die er zwar später wieder verwarf, die aber die Basis für seine spätere "Verbannung" aus den Reitlehren führte. So wurde seine sogenannte erste "Manier" ins Deutsche übersetzt und abgeurteilt. Durch einen missglückten Versuch, das System in der deutschen Kavallerie einzusetzen, wurde diese Ablehnung gefestigt. Und so wurden die Erfolge, die Baucher zu dieser Zeit in den Manegen feierte, als "Zirkusreiterei ohne praktischen Nutzen" abgeurteilt.
Nachdem Baucher einen schweren Unfall hatte
, feilte er weiter an der optimierten Pferdeausbildung und kam zu erstaunlichen Erkenntnissen. So entwickelte er eine feine Reitlehre, die man heute als "osteopathische Reitlehre" bezeichnen könnte, und die als seine "Zweite Manier" bezeichnet wird. Allerdings konnte Baucher diese aufgrund seiner unfallbedingten Behinderungen nicht mehr der Masse vorführen, und auch sein Verleger hatte wenig Motivation, die "Methode d'équitation, basée sur de nouvaux principes" in der 13. Auflage völlig neu zu setzten (der Buchdruck war damals noch sehr aufwendig), so dass Baucher seine neuen Erkenntnisse nur quasi als Anhang auf Kosten anderer Seiten am Ende seines Buches ergänzen konnte.  So wurde seine abschließende, revolutionäre "Feine Reitlehre" kaum noch bekannt, und es war an Bauchers wenigen verbliebenen Schülern, dieses System zu verbreiten, das allerdings der zu diesem Zeitpunkt aufkommenden "Vorwärtsreiterei" d´Aures kaum etwas entgegenzusetzen hatte, da sein System den logistischen Bedürfnissen der Kavallerie, Rekruten schnell von A nach B zu befördern, sehr entgegenkam und der aus Bauchers System resultierende lebensverlängernde Effekt bei der kurzen Lebenserwartung von Kriegspferden kein Wert beigemessen wurde. 

In Deutschland beschäftigte man sich nach dem fehlgeschlagenen Baucher-Experiment in der deutschen Kavallerie und den Hetzschriften Seegers 1852  zu Bauchers "Erster Manier" kaum noch mit Baucher oder begnügte sich mit Hörensagen.

Wenn sie mögen, können sie auch einen Blick in die englishe Ausgabe von 1951 "A method of horsemanship: foundet on new principles".  werfen, welches die Übersetzung der letzten Auflage der "Ersten Manier" (Auflage 9) darstellt.

Seine Lehre der "Zweiten Manier" aber wurde quasi hinter vorgehaltener Hand überliefert und bis in die heutige Zeit auch in der französischen Reitschule von Saumur weiterhin von "Eingeweihten" zur Pferdekorrektur eingesetzt. Über Fillis kamen viele baucheristische Ideen dann allerdings auch wieder in die deutsche H.D.V.12. 

H.Dv.12: Die Deutsche Reiterklassik hat einen Namen-(aus dem Jahre 1937)

   

Auch bedienten sich über die Zeit immer wieder anerkannte Reitmeister, unter ihnen Nuno Olivera, immer wieder Bauchers "2.Manier", allerdings stets ohne dies "an dies große Glocke zu hängen".

In der Neuzeit machte dann Philippe Karl einige Ideen Bauchers wieder salonfähig, und sein Landsmann Jean-Claude Racinet veröffentlichte 2004 nicht nur das Buch "Baucher: Enfant Terrible oder Genie?", sondern stellte in der Zusammenarbeit mit dem Vater der Osteophatie Dominique Ginaux 1996 die osteophatische Wirkung von Bauchers "Zweiter Manier" heraus.

Seitdem setzten sich immer mehr Reiter und Ausbilder mit dem baucheristischem System auseinander, und diesen wollen wir mit dieser Webpage eine Austauschplattform bieten.

 

Übrigens: für diejenigen, die des Französischen mächtig sind, gibt es auch ein Teil von Bauchers Büchern bereits online verfügbar. Klicken Sie einfach auch die folgenden Cover und Sie können sich die französischen Original-Texte runterladen oder online lesen.
Viel Spaß! 
  


Dictionnaire raisonné d'équitation

 Von François Baucher


 

Oeuvres complètes ...: Méthode d'équitation ...

 Von François Baucher


 

   

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